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Auto-Mobilität für behinderte Menschen.

DI Daniel Kirste vor den Vorhang!


Zur Person:

Seit 46 Jahren bemüht sich Senatsrat Hofrat DI Daniel Kirste um die Mobilität von körperlich eingschränkten Menschen. In Zusammenarbeit mit Automobilclubs initiiert er Schulen und Fahrtrainings für Behinderte und ist DER Ansprechpartner für Auto-Mobilität.
Auch persönlich und telefonisch unter: Wien, 01 914 32 63


Fahrschule und Fahrtraining für körperlich eingeschränkte Menschen


Wie alles begann:

Vor 30 Jahren war es nicht selbstverständlich, als behinderter Mensch den Führerschein zu machen und ein eigenes Fahrzeug zu lenken. „Fachleute“ für die Beurteilung der Fahrfähigkeit lehnten lieber ab, als einen behinderten Menschen zur Fahrprüfung zuzulassen. Gottlob ließ sich einer, nämlich Dipl.-Ing. Daniel Kirste, nicht abbringen von seiner Vision: die Mobilität behinderter Menschen durch den Führerscheinerwerb zu vergrößern. Er war Beamter der Stadt Wien, als Sachverständiger für technische Führerscheinprüfungen zuständig. Und in dieser Funktion begann er zu handeln.

Pionierarbeit

Mit unermüdlichem Ehrgeiz suchte er Fahrschulen, die bereit waren, Fahrzeuge auf eigene Kosten auf die verschiedenen Bedürfnisse umzubauen. Gaspedal links statt rechts, Handsteuerung, Automatikgetriebe, etc. Diese Umbauten waren aufwändig, weil viele Hilfsmittel erst erfunden werden mussten. In tausenden privaten Stunden war Daniel Kirste  europaweit unterwegs, sammelte Informationen in Deutschland und der Schweiz und importierte die Ideen nach Österreich. Ein steiniger Weg, waren doch viele Menschen überzeugt, dass Schwerstbehinderte kein Fahrzeug lenken könnten. Er bewies, dass es möglich war und kann heute auf enorme Erfolge zurückblicken.

„Jeder kann es schaffen“


Daniel Kirste ist heute 77 Jahre alt und hat unzähligen Menschen geholfen, ein eigenes Fahrzeug lenken zu dürfen. Hat Bescheide beeinsprucht, immer wieder Mut zugesprochen und in seinem einzigartigen Optimismus angesteckt. Es ist auch ihm zu verdanken, dass es beinahe jeder behinderte Mensch schaffen kann, den Führerschein zu erwerben. Heute fahren Spastiker, die nicht gehen können, Menschen ohne Arme und Beine, sicher mit dem Auto. Ohne Daniel Kirste wäre dies versagt geblieben.


Training für den Alltag

Um auch in Gefahrensituationen richtig reagieren zu können, findet alljährlich ein Fahrsicherheitstag für körperbehinderte Menschen statt. Er wird in Kleinfrauenhaid im Bgld. von Roland Hirtl, Behindertenberater des ARBÖ, organisiert. Behinderte Autofahrer können mit ihren eigenen Fahrzeugen rechtzeitig   ERKENNEN, schnell   REAGIEREN  und richtig AGIEREN. Das heurige Angebot am 19. Juni wurde verstärkt durch die Anwesenheit der Fahrschulen Columbus (Herr Schwarzinger) und Mohaupt (Ing. Mohaupt) sowie mehreren Umbaufirmen, die für nahezu alle behinderten Autofahrer Lösungen anbieten können.

Heute gibt es elektronische Lösungen, die alles erleichtern. Viele behinderte Menschen folgten der Einladung. Der neueste Stand der Technik wurde anhand von Fahrzeugen, die man auch selbst ausprobieren konnte, von den Firmen REEH aus Wien, Firma LOPIC aus Graz  und BAUMGARTNER aus Wiener Neudorf präsentiert.

Steiniger Weg noch nicht zu Ende

Noch immer scheitern behinderte Menschen, die den Führerschein machen wollen, am Unverständnis ihrer Umwelt. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Dipl.-Ing. Daniel Kirste wird auch weiterhin für uns behinderte Menschen da sein und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Weiterhin gilt: „Jeder kann es schaffen“ und wir verneigen uns vor Daniel Kirste, der uns geholfen hat, das zu werden, das wir heute sind: selbständige, mobile Teilnehmer am Leben!

Diskussion im Forum >> DI Kirste Mobiltät aus Herzensache