europflege - 24 Stunden Hilfe und Betreuung

Am Nachmittag des 18. 11. organisierte ich in Graz um 17 Uhr, am Schlossbergplatz eine Demonstration.

Wir hatten ca. 70 - 80 Menschen, die gekommen waren.
Es haben in der Woche zuvor aber auch ca. 100 angerufen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, daran teilzunehmen. Und eben genau für diese alle, versuche ich nun zum "Sprachrohr" und zum "Pflege-Robin-Hood" zu werden.

Pflege-AKTIONSTAG: "Sie kamen, sahen und sagten"...

... welche Rechte BürgerInnen mit Pflegebedarf und Pflegehintergrund einfordern! ... Und, um noch ein weiteres Zitat zu ändern: Der Würfel ist noch lange nicht gefallen, weil der Rubicon die Parlamentsdebatte ist, und weil das Volk auch wir sind.

Bei soviel Aktivität, Engagement, Selbstbewusssein welches sich an diesem Tag zu einigen Orten bewiesen und dargebracht hatte, sollte es der Politik nicht weiter möglich sein unsere Rechte einfach zu übergehen. Unser Auftrag an das Hohe Haus ist nun klar definiert. Die Sparpläne im Bereich der Pflege und Sozialleistungen gehören in dieser Form gekippt. Oder, um es auch für die Politik verständlich auszudrücken: "Wenn ich heute einen Wasserrohrbruch habe, brauch ich keine "Wissenschafter", sondern eine/n InstallateurIn". Also ExpertInnen.
Sprecht nicht ständig nur über uns, sondern endlich mit uns! Es wäre ein Anfang.

Es war eine tolle Aktion, bei der viele Betroffene ihre Sicht der Dinge darlegen konnten. Begleitet von einer sehr charmanten und durchaus kompetenten Moderatorin begleitet. Angenehme Musik im Hintergrund, ein Tee zum aufwärmen.

Demonstration in Graz: 70 Menschen pflegten Gesprächskultur.

Fast programmatisch und symbolisch versperrte das friedliche Aufgebot den Weg zur Grazer Sackstrasse, welche sich für den schnellen Durchzugsverkehr und unkundige FahreInnen auch tatsächliche als SackGASSE darstellt.

Bei Musik und Tee wurde das Mikrofon von einer Hand zur anderen gereicht, offen diskutiert und präzisiert.
Da saßen Experten zu Werke, welche man in der Himmelpfortsgasse, Löwelstraße, Lichtenfelsgasse nicht bzw. am Ring nur rar findet.
Alles in Allem, eine durchaus positive Aktion, wo es uns eindrucksvoll gelungen ist, aufzuzeigen,
wo der Schuh wirklich drückt...

Ich bin sehr stolz, dass es auch uns gelang zu MOBILISIEREN.
Bitte bringt Euch auch weiterhin in unserem Forum aktiv ein.
Denn genau dann, kann ich bestmöglich unsere Anliegen transportieren.
Wir geben nie auf!!! Verändern kann nur der, der es versucht!!!
Also, ab jetzt wird wirklich Klartext gesprochen - und zwar von uns selbst!


Photogallerie zur Demo in Graz am 18. 11. 2010:

 

 

 

 

Ältere Beiträge zum Thema:

Wir müssen uns jetzt zur Wehr setzen.

Die Regierung möchte wieder einmal bei den Schwächsten am meisten sparen und zurecht fürchten wir Behinderte und Behindertenvertreter um das Pflegegeld, welches eine soziale Errungenschaft darstellt. In der Kronenzeitung vom 31. Oktober kündigt Klaus Katzianka von der Europflege an Protestmaßnahmen zu ergreifen. "Wir werden am 18. November 2010 einen PFLEGE-AKTIONSTAG abhalten und auf die Straße gehen!"
Dazu lädt er alle Behinderten- und Behindertenvertreter ein, sich zu beteiligen.

An diesem Tag wird er in Wien (Café Landtmann - vis a vis dem Parlament) um 10 Uhr eine Pressekonferenz geben, um seine Forderungen zu präzisieren.

DEMONSTRATION IN GRAZ  am SCHLOSSBERGPLATZ:

Am Nachmittag des selben Tages wollen wir gemeinsam mit Betroffenen in Graz demonstrieren. Treffpunkt: 18. 11. um 17:00 Uhr, am Schlossbergplatz (Mur-Seite / Marburger Kai)

INFO und GUIDE auch unter: 0664 / 150 40 60
oder 0681 / 203 45 499

  • Das Pflegegeld muss in die Bundesverfassung verankert werden.
  • Das Pflegegeld muss jährich valorisiert werden.
  • Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden darf nicht verschoben werden.
  • Eine mögliche Aufhebung des Kündigungsschutz für Menschen mit Behinderung muss mit allen Beteiligten am runden Tisch diskutiert werden.

Pflege-Aktionstag 18. 11. 2010. Diskussion im Forum-24.at