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Pflegechaos - Die X-te


Es war ganz klar, dass das Pflegechaos im Herbst 2010 wieder zum Thema wird.
Am 3. 9. wurde das Thema von der Caritas wieder eingeläutet.


Auffällig ist und wahr, dass wie immer alle wieder alles genau wissen und keiner der Politik wirklich Druck macht. Es ist ein legitimes Menschenrecht Lösungen diesbezüglich politisch einzufordern. Und wenn in der ZIB erwähnt wurde, dass der Pflegeberuf generell besser bezahlt werden sollte, so war dies Euer Europfleger Klaus Katzianka, der am Nachmittag in einem Telefonat der Redakteurin der ZIB 24 genau das gesagt hat.

Ich sagte  am Telefon zur ZIB auch noch, was meine genauen Forderungen im Herbst 2010 an die Politik sein werden.

1. Endlich ein, längerfristiges, mit allen Beteiligten, mit Betroffenen erarbeitetes gemeinsames Konzept.
Man muss in dieser Diskussion in erster Linie Betroffene und auch deren angehörige mit einbeziehen. Dabei ist auch gleich wichtig generell an einer vernünftigen Bewusstseinsbildung zu arbeiten. Man darf nicht nur mit Horrorzahlen und Horrorszenarien alle Menschen verschrecken.
Ein durchaus menschlich, humaner Grundgedanke wäre:
"Wenn ich heute jemanden helfe - so wird auch morgen mir jemand helfen!".


2. Das Pflegegeld muss um 40% erhöht werden.
Denn nur so ist man in der Lage, sich selbst seine Pflege und Betreuung aussuchen zu können. Ich habe schon bei meiner Pressekonferenz am 20. Mai 2010 im Steirischen Presseklub in Graz gesagt, wenn 100 000 Menschen 12 Jahre zu versorgen sind und man sie 10 Jahre zu Hause lässt und nur 2 Jahre stationär, kann man hier jährlich 1,8 Mrd. Euro einsparen. Daran darf die Politik keinesfalls vorbei arbeiten. Denn fast alle Menschen wollen zu Hause bleiben. Somit rechnet sich diese Erhöhung allemal. Man muss es nur endlich erkennen wollen!

3. Die Entlohnung von allen Pflegeberufen in Österreich muss um 20% angehoben werden.
Das ist die wahre Aufwertung des Pflegeberufes. Und nur so wird es gelingen, Menschen aus Österreich für die Pflege gewinnen zu können. Und genau dass muss uns irgendwann gelingen!

Beim Pflegefond sehe ich die Gefahr, dass der Förderungskuchen wieder nur unter den Trägern aufgeteilt werden und der Betroffene wieder nicht mitreden oder für sich entscheiden kann.

Schluss mit dem ewig gescheiten Monologen!

Das Thema Pflege braucht eine längerfristige, umfassende Erarbeitung an Lösungsansätzen (was ich 2007 mit meinem Pflegevolksbegehren zu erreichen versuchte). Jeder Träger, jede Organisation verfolgt in erster Linie die ureigenen Interessen. Und diese sind nicht immer die Interessen, von denen, um die es hierbei eigentlich geht.

Eben um Menschen, die Hilfe und Betreuung brauchen und deren familiäres Umfeld!!!

Genau dort muss die Diskussion beginnen!

Ich versichere Euch, ich werde mich mit Sicherheit im Herbst wieder konstruktiv und nicht zu überhören in das Thema "Pflegechaos" einbringen.

Bitte bringt auch ihr Euch mit guten Diskussionsbeiträgen im Forum www.forum-24.at ein.

Und Kopf hoch, wenn man an Lösungen glaubt, werden sie auch kommen!!!

Mit herzlichem Dank für Eure aktive Mitarbeit dabei!

Euer Europfleger
Klaus Katzianka

>> Diskussion im Forum: http://forum.europflege.at/showthread.php?134-Pflegechaos-die-X-ste-!

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