Muss ausgerechnet die Pflege und Soziales die Bremse für die Schulden sein?
Die Weihnachtszeit hat uns wie alle Jahre wieder.
Also kurz und gut sehr innig und bedacht:
Was spricht eigentlich dagegen, dass wir uns in dieser Zeit uns nicht auch ganz anders verhalten können? Dass wir gerade in dieser besinnlichen Zeit die Welt so sehen, wie sie eben wirklich ist. Wie z. B. eine wirklich gute Idee wie die Aktion „Licht ins Dunkel“ zum „Ersatzsozialamt“ werden muss, weil wir zusehen müssen, wie wertvollste, soziale Errungenschaften mit den Füßen getreten und demontiert werden. Wir müssen alle sparen, und JA das ist mehr als richtig und wichtig,
Aber es steht nirgendwo geschrieben, dass die Lösungen dafür so aussehen müssen:
- In dem man der schwerstbehinderten Frau Katharina Berger im Zuge des steirischen Sparpaketes 60 Betreuungsstunden pro Woche auf 6 Stunden reduzieren muss. Nur durch ihren persönlichen Kampf und durch ihre mediale Präsenz werden nun ihre Stunden nicht gekürzt. Darüber müssen wir nachdenken.
- Dass man in der Jugendwohlfahrt enorm kürzt und einspart, aber gleichzeitig schreit jeder wie wichtig uns die Jugend ist und deren Chancen sind.
- Wenn eine alleinerziehende Mutter eines schwerstbehinderten Kindes mit Pflegestufe 3 schriftlich belegen muss, wofür sie diese € 442,90 verwendet. Denn sollte etwas nicht für die Pflege des Sohnes aufgewendet werden, müsste man ihr sofort eine Differenz aus dem Pflegegeld als Einkommen ansehen und deshalb auch noch ihre Mindestsicherung kürzen usw.
Angst macht mir an diesen Beispielen Folgendes:
Dass es wirklich Menschen gibt, die solche Einsparungsmaßnahmen ernsthaft und Real planen und auch vollziehen. Es zeigt wieder um so mehr, gespart wird eben wirklich bei den Schwächsten. Und vor allem bei denen, die sich eben nicht wirklich zur Wehr setzen können. Und so lange es politisch keine Mehrheiten gegen Unsoziales gibt die ganz klar feststellen: So kann das auf keinen Fall gemacht werden... so lange müssen wir all dies leider über uns ergehen lassen.
Und so lange sich eben 7% - 10% der österreichischen Bevölkerung, wie Menschen mit Beeinträchtigungen, Pflegebedürftige und deren Angehörige etc. nicht vereinen, werden solche soziale Grauslichkeiten weiter an der Tagesordnung stehen. Zwischen 700 000 und 1 Million Menschen vereint, sind geschlossen eine sozialpolitische Macht, an der es sich ganz einfach nicht so vorbei regieren lässt!
Wenn man dann aber auch zugleich weiß, dass alle 4 Sekunden irgendwo auf unserer Welt ein Kind an Hunger stirbt, IST ALL DIES WIEDER SEHR RELATIV.
"And therefor, we should all take care of the world"
All das macht mich eben ganz speziell zu Weihnachten sehr, sehr nachdenklich. Das Fazit meines heutigen Beitrages ist, wie gelingt es der Politik seit ewig oder noch länger, dass sich so viele Menschen leider tatsächlich nicht vereinen?
Und genau deshalb werden wir gemeinsam uns
auch weiterhin engagieren und hoffen, dass wir
„step by step“ etwas zum Positiven verändern!!!
Schreibt uns hier Eure ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen dazu!
Ich bedanke mich dafür bei Euch schon im voraus.
Und bei der Gelegenheit lasst mich Euch allen gleich schöne Weihnachten wünschen und viel Glück für das kommende Jahr 2012.
Klaus Katzianka
Diskussion darüber im forum-24.at













