
1. Eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung im Pflegebereich!
Es braucht endlich eine längerfristig angelegte Diskussion (4 – 5 Jahre) zwischen allen Beteiligten im Pflegebereich, wie den Trägerorganisationen Volkshilfe, Hilfswerk, Caritas, Rotes Kreuz, Diakonie etc., den Sozialversicherungsträgern, den 24 Stunden Anbietern, der Politik und vor allem mit Betroffenen und deren Angehörigen. Nur so erfährt man wirklich, was Sache ist.
Weil nur so kann man Anregungen von allen Seiten erkennen und in Folge berücksichtigen. Man soll keinesfalls nur mit Horrorzahlen und Horrorszenarien alle Menschen verschrecken. Es ist psychologisch erklärbar und auch verständlich, dass man sich unbewusst, gedanklich vom Thema Pflege fern hält. Man sagt sich: „Es gibt sowieso einiges an Pflegeangeboten, aber mich betrifft das zu Glück ja eh nicht“.
2. Das Pflegegeld muss um 40% erhöht werden und in der Bundesverfassung verankert sein, inkl. einer jährlichen Valorisierung!
Denn nur so ist man in der Lage, sich selbst seine Pflege und Betreuung aussuchen zu können, was zweifellos ein Menschenrecht darstellt.
Ich versuche nun DAS RECHENBEISPIEL vorzulegen:
Angenommen 100 000 Menschen sind über einen Zeitraum von 12 Jahren zu versorgen.
Würde man versuchen, sofern möglich, sie 10 Jahre zu Hause zu betreuen und nur 2 Jahre stationär, kann man hier jährlich bis zu 1,5 Mrd. Euro einsparen.
Daran darf die Politik keines Falls vorbei arbeiten- und sehen!!! Denn fast alle Menschen wollen zu Hause bleiben. Somit rechnet sich eine Pflegegederhöhung um 40% allemal. Man muss es nur erkennen wollen!
Pflegegeld in der Bundesverfassung: Der Pflegegeldbezieher würde so endlich aus der ewigen Bittstellerrolle genommen werden. Wir sollten in unserer Gesellschaft das Recht auf eine bundesweit flächendeckende ordentliche und vor allem leistbare Pflege und Betreuung zugestanden bekommen. Der Staat würde dadurch eine individuelle Wahl der Pflegeangebote für Betroffene gewährleisten können. Und eine jährliche Valorisierung muss ganz einfach eine Selbstverständlichkeit sein!!!
3. Die Entlohnung von allen Pflegeberufen in Österreich muss ebenso um 20% angehoben werden!
Das ist die einzig wahre Aufwertung des Pflegeberufes für österreichische Fachkräfte. Und NUR SO kann es gelingen, Menschen aus Österreich für die Pflege zu gewinnen. Genau das müssen wir eher denn je erreichen!
Je besser wir unsere Pflegekräfte entlohnen, desto lieber werden sie ihrer Aufgabe nachgehen.
Die Pflege hat in Österreich leider nicht den Stellenwert, den sie verdient!
Ich bin es leid, ewig der Bittsteller für die Interessen von pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Politik zu sein. Schluss mit dem „Pflege-Gesülze“ der Politik, die von der Thematik leider nichts versteht. Jetzt will und werde ich endlich mitreden und sagen, was Sache ist.
Vor allem bei dem was Betroffene und deren Angehörige wirklich wollen und brauchen!!!
Ich will von der Politik nun endlich als anerkannter Fachmann und Gesprächspartner akzeptiert werden.
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